StFw Herbst nach der Verleihung des Ehrenkreuzes der Bundeswehr durch den Kommodore, Oberst Hameyer

Die unendliche Geschichte vom Umbau unseres Unteroffizierheimes

 

Im Jahre  1972 als wir das Thema Umbau-Unteroffizierheim ernsthaft angingen war ich jung, blond und knackig. Bei der Einweihung des umgebauten Unteroffizierheimes 1989, nach fast 17 Jahren Ärger, Schreiberei und Telefonitis, war  ich  nicht mehr  ganz so jung, grauhaarig und es knackte schon so manches Mal in meinen Knochen! Was in der Zwischenzeit passierte, habe ich auf den nachfolgenden Seiten beschrieben. Oberst Hameyer drückte es so ähnlich aus: Die Summe aller Erlebnisse, die nicht immer schön waren, ergab ein großes Abenteuer. Ein Wirrwar von Bürokratie, Kompetenzgerangel, Unzuständigkeiten, Unvermögen, Unwahrheiten, kurz: Bundeswehr Live! Ich möchte meinen Gefühl mit einem Buchtitel von Mario Simmel ausdrücken: „Mich wundert, daß ich so fröhlich bin!"

 

1970

Bundeskanzler Brandt besucht Polen. Das Wahlalter wird auf 18 Jahre festgesetzt. Helmut Schmidt ist Verteidigungsminister und Oberst Braun unser Kommodore. Einige der hier Anwesenden gingen damals noch zur Schule. Am 07.04.70 wurde in einem Schnellbrief des BMVg eine Erhebung über Vergrößerungen von Unteroffizierheimen angestellt. Danach gehörte unser Heim zu den vergrößernden Heimen. Im Weißbuch 70 wurde das Ergebnis dieser Erhebung veröffentlicht, und das Aufklärungsgeschwader 52 forderte nun ein größeres Unteroffizierheim. 

 

1971

Am 17.02.71 wurde die UV e.V. AufklG 52 gegründet. Am 08.11.71 wurde ich 1. Vorsitzender.

 

1972

Willy Brandt erhält den Friedensnobelpreis. Walter Ulbricht tritt zurück. Louis Armstrong stirbt. Mein zweiter Sohn wird geboren. Die Olympischen Spiele finden in München statt. Schorsch Leber wird Verteidigungsminister und Oberst John wird unser Kommodore, und es wurde uns ein Heimtyp als Fertigbau in Rundbauweise zu Kosten von ca. 3 Millionen DM vorgeschlagen. Diesem Vorschlag stimmten wir im Prinzip zu. 

 

1973

Die BRD wird Vollmitglied in der UNO. Ägypten greift Israel an. Walter Ulbricht geht ein in das kommunistische Himmelreich und uns wurde der geplante Bauplatz für das Heim vorgestellt. Wir besichtigten ein bereits fertiggestelltes Heim in Rundbauweise in Kiel. Der Bauplatz stellte sich als ungünstig gelegen heraus und auch die Personalsituation ließ uns von der Rundbauweise in 2 Etagen absehen, da diese Bauart einen sehr hohen Personalstand erforderlich macht. Wir  baten deshalb, von diesen Heimtyp abzusehen und legten noch 1973 eine 1,5 Millionen DM kostende Alternativlösung vor.

 

1974

Walter Scheel wird Bundespräsident. Helmut Schmidt wird Bundeskanzler. Die Fußballweltmeisterschaft findet in Deutschland-West statt. Der Elbtunnel wird gebaut und unsere Alternativlösung wurde von den zuständigen Stellen flott bearbeitet. Ein erster Raumabgleich wurde vorgenommen.

 

1975

Die KSZE-Konferenz wird in Helsinki durchgeführt. Bundespräsident Scheel reist nach Moskau. Josephine Baker, die Bananen-Lady, verläßt diese Welt, und im Juli 1975 wurde die Ausschreibung für unsere Alternativlösung veröffentlicht. Geplanter Baubeginn war mit Oktober 1976 angesetzt. Alle Außenanlagen waren schon von der STOV Leck beseitigt worden, als die Baumaßnahme einen Tag vor Baubeginn per Fernschreiben gestoppt wurde. Begründung: Die Baukonjunktur war zu heiß gelaufen. Als Schlag hinterher kam die Außerkraftsetzung der Raum- und Flächennorm. 1976 Mao Tse Tung geht heim zum großen Buddha. Jimmy Carter wird Präsident der USA. Inzwischen hatte Rosi Mittermeyer 2xGold und 1xSilber in Innsbrück gewonnnen. Oberst von der Decken heißt unser neuer Kommodore und am 07.12.1976, also nach einem Jahr, werden wir von der Außerkraftsetzung der Raum- und Flächennorm in Kenntnis gesetzt.

 

1977

Die Helden von Mogadischu haben zugeschlagen. Die EG besteht seit 20 Jahren. Prof. Ludwig Erhard, Elvis, Sepp Herberger, Bing Crosby und Charly Chaplin steigen auf zum großen Manitou, und da die Baumaßnahmen immer noch im Schwebezustand waren, haben wir im Hinblick auf die geplante Eigenbewirtschaftung einen Nachtrag zum Bauantrag von 1973 eingereicht. Nach 2 Jahren erscheint dann wieder die neue Raum- und Flächennom, worin Größe, Art und Ausstattung der Heime festgelegt ist. Im Mai 1977 wurde uns mitgeteilt, daß unsere Baumaßnahme erst wieder aktiviert wird, wenn die Eigenbewirtschaftung beantragt und genehmigt sei. Im Juni 1977 haben wir dann die neuen Forderungen der neuen Raum- und Flächennom in unseren Bauantrag von 1973 eingearbeitet und dem AufklG 52 übergeben. Im Juli 1977 haben wir parallel dazu unseren Antrag auf Eigenbewirtschaftung bei der Wehrbereichsverwaltung eingereicht. Diese wollten unseren Antrag aber erst dann nach Bonn weitergeben, wenn die der Vorschrift entsprechenden Heimräume vorhanden sind. Unser Hinweis auf die Infra-Aussage „gebaut wird erst, wenn die Eigenbewirtschaftung genehmigt ist" so wie der Hinweis auf unseren seit 1973 laufenden Bauantrag, löste bei der WBV keine Reaktion aus. Uns kam so langsam das Blut zum kochen und wir setzten BMVg von diesem Schildbürgerstreich in Kenntnis. Schriftlich erhielten wir im Oktober 1977 vom BMVg die Zusage, daß unsere beiden Anträge durch das BMVg unterstützt werden.

 

1978

Volkswagen Wolfsburg stellt die „Käfer-Produktion" ein. Muhammed Ali wird zum dritten Mal Box-Weltmeister aller Klassen. Das erste Retortenbaby kommt zur Welt. Unser Verteidigungsminister heißt nun Hans Apel und endlich dann im August 1978 erhalten wir die Genehmigung zur Eigenbewirtschaftung und können nun auf Aktivierung unserer Baumaßnahme hoffen. Telefoniert hatten wir sofort nach Erhalt der Genehmigung mit den entsprechenden Stellen bei der WBV und dem BMVg.

 

1979

Karl Carstens wird Bundespräsident. Der berühmte Schneewinter schlägt zu und im Januar hatten wir die Stirn, nun mal den Sachstand UMBAU Uffz-Heim zu erfragen. Hätte ich nicht machen sollen! Jetzt hatte ich aber Leute aufgeschreckt und folgende Gerüchte liefen im BMVg, der WBV und beim TerrKdo im Februar 1979: a) WBV hat angeblich keinen Antrag vorgelegt. b)  eine Abteilung wartete im BMVg auf  die Information, ob die Eigenbewirtschaftung durch sei, angeblich hatten sie keine Nachricht erhalten, obwohl viele Nebenabdrücke für viele Abteilungen erstellt worden waren, schienen die alle an die verkehrten Adressaten  egangen zu sein. c) WBV und TerrKdo haben angeblich FüL angeschrieben, damit der FüL nun erneut Forderungen an die Abteilung U stellen kann. Im März 1979 hat FüL angeblich unseren Antrag an U weitergegeben und rechnet mit dem Planungsauftrag im April 1979. Im Juni 1979 wurde ich wieder unruhig, ich hakte nach und bekam von FüL die Auskunft, daß in der Zwischenzeit noch kein Antrag vorgelegt worden sei. Nun war ich wieder beim Stand von 1978 und mir kochte das Blut. Waren wir nun in das vom Weißbuch 70 angesprochende Labyrinth hineingekommen, waren das die grotesken Verfahren, die dieses Weißbuch schon im Jahre 1970 angeprangert hatte? (siehe Seite 162, WB 1979). Mir schien es fast so. Im August 1979 trugen wir unser Anliegen dem Staatssekretär von Bülow vor, der persönlich die Lehrlingswerkstatt Leck einweihte. Sein Begleiter von der Abteilung U, Herr Gondek, nahm sich der Sache an und es kam wieder Bewegung in die Sache. Im Oktober wurde erneut ein Raumabgleich vorgenommen. Leider erreichte dieser erst 4 Monate später das BMVg in Bonn. Im Dezember finden wir in der Investkartei des AufklG 52 unseren Bau mit 1,5 Millionen DM veranschlagt wieder. Das war schon 1973 so. Geplanter Baubeginn war demnach 1984!

 

1980

Papst Johannes Paul besucht die Bundesrepublik. Die „Grünen" werden eine Partei. Unser neuer Kommodore ist nun der Oberst Hameyer und im Juli erhalte ich auf Anfrage den Bescheid, daß man versuchen werde, den Baubeginn von 1984 auf 1983 vorzuverlegen. Im Winter 80/81 wird mit Hilfe STOV ein provisorischer Lagerraum angebaut. Im Dezember 1980 erhalten wir Besuch von den neugewählten Bundestagsabgeordneten in Leck. Unser Problem war kein Thema und wir machten auch keine DEMO, wie im BMVg befürchtet wurde.

 

1981

Bundekanzler Helmut Schmidt und Erich Honnecker treffen sich in der DDR und auf dem Obergefreiten-Weg erhalte ich die Information, daß im BMVg bezüglich unseres Umbaus Druck gemacht werden sollte. Es sollten alle Unterlagen schubladenreif erstellt werden, damit bei zusätzlich fließenden Konjunkturmitteln nicht erst wieder der ganze Büroapparat in Galopp versetzt werden muß. Man hoffte auf die in die Knie gegangene Bankonjunktur. Im März fordert die Abteilung Haushalt im BMVg alle Abteilungen im BVMg auf, keine Anträge mehr zu stellen, da keine Mittel mehr beim Bundesfinanzminister vorhanden wären. So wurde die Abteilung H zur BMVg-hauseigenen Bremse und die Möglichkeit, bei freiwerdenden oder zusätzlichen Mitteln schon schubladenfertige Pläne zu haben, war erst einmal zunichte gemacht. Wie konnte ich auch in meiner Naivität denken, daß wenigstens das klappen würde. So hatte nun die Konjunktur ein zweites Mal zugeschlagen. Als Aprilscherz nicht geeignet war die Mitteilung von INFRA AufklG 52, daß der Baubeginn nunmehr auf 1985 festgelegt worden  sei. Im Mai 1981 ließen wir den Verteidigungsminister in Form eines großen 10-seitigen Rundumschlages wissen, was wir über solche Verhaltensweisen denken. Das brachte uns eine Einladung nach Bonn ein, wo wir in Verbindung mit dem Wehrbeauftragten in einer langen Diskussion einiges zurechtrücken konnten. Im Juni 1981 kam der GROBE Einstieg der Abteilung S im BMVg, die ähnlich fühlten wie wir. Es wurden mehrere Abteilungen im BMVg  überredet,  in einer gemeinsamen Aktion den Antrag trotz Antragssperre mit entsprechender Begründung an den Bundesfinanzminister zu versenden. Damit war eine Erstellung von schuhladenreifen Plänen m ö g l  i c h. Im August 1981 erhalten wir ein Schreiben des Staatssekretärs Dr. Hiehle, daß der Umbau in der Zeit von 1985 bis 1987 durchgezogen werden soll. Unser Blutdruck kam wieder etwas zur Ruhe, doch nur für kurze Zeit, denn im September  schon erhalten wir die Nachricht, daß der BFM die finanzielle Absegnung unseres Antrages zum derzeitigem Zeitpunkt ablehne. Nun waren wir wieder beim Stand von 1973. War das die Belohnung für eine Einsparung von 1,5 Millionen DM? Wieder hieß es schreiben und telefonieren, wieder schimpfen, bitten, überreden, Abgeordnete einschalten usw., usw., usw.!!!  Wieder wurde ich zum Telefon- und Schreibmonster des AufklG52 und unsere Bodil, die 2.Schriftführerin, war die Leidtragende.

 

1982

Helmut Kohl wird Bundeskanzler. Manfred Wörner unser Verteidigungsminister.  Unser neuer Kommodore heißt Oberst Thnrmann. Mein Sohn, der bei Beginn dieses Riesenuntemehmens gerade geboren wurde, erreichte das stolze Alter von 10 Jahren. Und ich beging in diesem Jahr mein 10-jähriges Jubiläum als 1. Vorsitzender. Und ansonsten tat sich in diesem Jahr bezüglich des Umbaus nicht viel. Unsere Anträge von 1973 und 1978 wurden wieder einmal aktualisiert, und wenn ich ehrlich bin, ich konnte diese Verschnaufspause gut gebrauchen.

 

1983

Die Wahlen bestätigten Helmut Kohl als Bundeskanzler und schon im Januar kam wieder einmal Bewegung in die Sache „UMBAU". Hatte das was mit der neuen Regierung zu  tun? Mitnichten!  Die weiteren Zeitabläufe werden es belegen. Es kam im Januar erneut eine Kommission ins Geschwader. Es wurde erneut festgestellt, wie berechtigt und vernünftig unsere Forderung auf Umbau -nicht Neubau -  war. Auch der Herr vom BFM hatte nach der Tatortbegehung ein Einsehen und ließ sich überzeugen. Alle Kommissionsmitglieder sagten ihre Unterschrift für einen Baubeginn im Jahre 1984 zu! Sie versprachen, die Vorbereitungen vorrangig in Gang zu bringen. Im September machte dann die Bauseite die angeblich letzten Begehungen, um noch Einzelheiten zu prüfen. Im Oktober 1983 erhielten wir die Nachricht, daß der Baubeginn im Jahre 1984 nicht gehalten werden kann und auf 1985 verlegt werden muß. Dann im November kam heiliger Zorn auf, als wir zur Kenntnis nehmen mußten, daß irgendwelche ortsfremden Leute von FüL in dem vom BMVg genehmigten Entwurf planlos herumgestrichen hatten. Ein weiterer, nunmehr dritter Raumabgleich wurde durchgeführt und unser 2. Vorsitzender -Kuddel Reese - und ich griffen vor Entäuschung zur Flasche. Wieder wurde das BMVg heißgemacht und diesmal offiziell Widerspruch und Beschwerde eingelegt.

 

1984

Herr von Weizäcker wird Bundespräsident. Das bleifreie Benzin wird eingeführt und im Januar 1984, der Januar scheint ein offizieller Monat dafür zu sein, im Januar also kam es dann wieder zu einer Arbeitsbesprechung mit vielen Beteiligten und der vierte Raumabgleich wurde vorgenommen. Wir konnten uns, dank der guten Unterstützung einiger wohlgesonnener Männer, mit dem vom BMVg genehmigten Entwurf durchsetzen. Wieder wurden von uns weitere Stellungsnahmen mit den Rohzeichnungen zum BMVg gesandt, wieder wurden Telefongespräche geführt. Im April erteilte dann das BMVg per Schnellhrief die Order, daß bis August 1984 die HU - Bau in Bonn vorzulegen sei. Im September 1984 ging diese dann auf die Reise nach Bonn.Sie sah den Baubeginn mit Januar 1985 und die Fertigstellung im August 1987 vor.

 

1985

Boris Becker gewann Wimbledon. Ronald Reagen besucht die Bundesrepublik und im April 1985 mahnt ein weiterer Schnellbrief aus dem Hause BMVg alle Beteiligten, den Baubeginn nunmehr mit Juni 85  einzuhalten. Es hatten sich Schwierigkeiten mit dem Untergrund ergeben. Also eine weitere Verzögerung um ein viertel Jahr. So etwas hatten wir ja auch noch nicht. Oberst Thormann sowie die UV e.V. bestehen auf einen Baubeginn im September 1985. Im Juni lege ich ein Versprechen ab, mir bis zum endgültigen Baubeginn einen Bart wachsen zu lassen. Damals wußte ich nicht, auf was ich mich da eingelassen hatte! Im September allerdings wurden wir wieder aufgeschreckt. Ohne unser aller Wissen tauchten auf Grund einer einsamen Entscheidung eines einzelnen Herrn zwei Menschen auf dem vorgesehenen Bauplatz mit der Bemerkung auf  „es solle noch einmal alles überplant werden"! Doch auch diese Gefahr, die eine weitere Zeitverzögerung zur Folge gehabt hätte; konnte in einer gemeinsamen Aktion mit der STOV, dem AufklG 52, der WBV und dem BMVg in Form von Briefen und heftigen Telefongesprächen niedergemacht werden. Dann - am 17.Oktober - war es endlich so weit. Mit einem Vorschlagshammer bewaffnet machten wir Vorstandsmitglieder uns über die Windschutzmauer am Unteroffizierheim her und versuchten, diese mit Körperkraft umzulegen. Da bald der Bagger kam, verlegten wir unsere Aktivitäten auf das Sekttrinken. Mit diesen vorbereitenden Maßnahmen war der Baubeginn 1985 und damit die Gesamtfinanzierung gesichert. Nun konnte der Winter kommen.

 

1986

Tschernobyl verbreitet Angst und Schrecken. Oberst Seifert wird Kommodore. HFw Herbst und ,,seine Vorsitzende" begehen das 15- jährige Jubiläum als Vorsitzende der UV e.V.  und im März 1986 ging es dann ins Eingemachte. Es wurden die endgültigen Baupläne und BauabIäufe besprochen. Die Gründungs- sowie Rohr- und Kabelverlegungsarbeiten werden durchgeführt und endlich im Juni  1986 konnte ich meinen einjährigen Ziegenbart wieder abnehmen. Der Bau wuchs bis zur Kellerdecke und dann ging die Baufima erstmal in Konkurs. Das war nun etwas ganz Neues, was wir auch noch nicht erlebt hatten. Da aber der Winter vor der Tür  stand, war dieser Konkurs für den Baufortschritt nicht so wesentlich.

 

1987

Honecker besucht die Bundesrepublik. Mein Zweitgeborener wird 15 Jahre alt - ich feierte mein 15.Umbau-Jubiläum und die in Konkurs gegangene Baufinna wird im März wieder flüssig, der Frost kam aus dem Boden und die Bautätigkeit ging wieder gut voran.

 

1988

Bundeskanzler Kohl besucht Gorbi in Moskau. Franz Josef Strauß geht heim zum großen Aloisius. Steffi Graf gewinnt den Grand Slam und Olympisches Gold, Deutschland gewinnt den Davis-Cup, und die Scholzen's übernehmen beim BMVg in Bonn und beim AufklG 52 in Leck das Ruder. Doch im Januar 1988 ging es mit dem Bau noch einmal rund. Der obligatorische Nachtrag zum Umbau stand auf der Tagesordnung. Es ging um eine erkleckliche Summe und ich sah unsere Felle wieder davonschwimmen. Kein Kunststück, war mein Fell in den letzten Jahren in Sachen Umbau doch recht dünn geworden. Auch dieses Problem wurde Gott sei's getrommelt und gepfiffen einvernehmlich zwischen der OFD, der WBV, der STOV, dem AufklG 52, der Banseite und der UV e.V. geregelt. Relativ schnell wurde der Nachtrag dank der guten Unterstützung der Bonner, die von mir mündlich „gewarschaut" worden waren, abgesegnet. Nun wurden in einigen Sitzungen flugs Möbel,Tapeten, Farben, Teppiche, Gardinen und Lampen ausgesucht. Das Ergebnis dieser Odysee ist eine Umbaumaßnahme, die in jeder Hinsicht gelungen ist. Gewiß, es war für alle Beteiligten nicht immer ganz  leicht, vernünftig miteinander auszukommen, aber nun, wo wir das Ergebnis sehen hat sich die Mühe und Arbeit gelohnt. Sie wurde bei der Einweihung zahlreichen Gästen und Mitgliedern, unter Ihnen die Kommodore von der Decken und Hameyer sowie vielen ehemaligen Vorstandsmitgliedern vorgestellt. Von außen  schlicht und von innen sehr schön und zweckmäßig. Es war gut geplant und auch verwirklicht worden. Inzwischen blicken viele Neider nach Leck.

Zum Schluß stand ein riesengroßes Dankeschön an alle Beteiligten, die mit mir so lange durchgehalten hatten.

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