21.02.2011 - Nordfriesland Tageblatt

40 Jahre Unteroffiziervereinigung Stadum/Leck
Kameradschaft und Geselligkeit als Ziele 

 

Verbunden. Stark. Traditionell. Das hat sich die Unteroffiziervereinigung der General-Thomsen-Kaserne Stadum/Leck auf ihre Fahnen geschrieben und Wort gehalten durch Leistung und Bestand. Das 40-jährige Bestehen feierten nun über 130 Gäste aus Bundeswehr, Politik und Wirtschaft.

 

Die Unteroffiziervereinigung, kurz "UVe.V." genannt, wurde am 17. Februar 1971 gegründet. Die anfangs 358 große Mitgliederzahl wuchs bis 1993 auf 958 an, heute ist sie knapp 700 Personen stark. Als Hauptaufgaben stehen die Betreuung der Mitglieder sowie die Pflege der Kameradschaft und Geselligkeit geschrieben. Mit der Umstrukturierung der Bundeswehr, die damit verbundene Auflösung des Aufklärungsgeschwaders 52 und in den Folgejahren die Verlegung und der Wechsel von mehreren Bundeswehrverbänden zeigte es sich, wie wichtig die gute Betreuungsarbeit war.

 

Wie sieht die Zukunft der Vereinigung aus? Der Vorsitzende, Hauptfeldwebel Armin Weilemann, wagte keinen Ausblick: "Leider weiß ich es nicht!" Es bleibe nichts anderes übrig, als abzuwarten, meinte Oberstleutnant Josef Alt. Als Standortältester und Kommandeur der Flugabwehrraketengruppe 25 sprach er der Vereinigung und seinen Mitglieder Respekt und große Anerkennung aus, die einstigen Ziele nicht aus den Augen verloren zu haben. "40 Jahre UVe.V. sind Ausdruck und Zeichen für Stärke, Gemeinschaft und Heimat vieler Unteroffiziere an diesem Standort", sagte der Kommandeur. Außerdem zeuge ein 17 Jahre dauernder Kampf für angemessene Um- und Ausbauarbeiten des Vereinsheims seitens des damaligen Vorstands noch heute von großer Entschlossenheit. 

 

Die Laudatio übernahm Ehrenvorsitzender Holger Herbst. 25 Jahre hatte er das Ruder in der Hand und erinnerte: "Wir kamen in den zurückliegenden 40 Jahren mit fünf Vorsitzenden aus, was für die Kontinuität unserer Betreuungsarbeit und im Umgang mit anderen Institutionen wichtig war". Nur für die Statistik: "In diesen vier Jahrzehnten mussten es elf Verteidigungsminister, acht Kommodore und neun Kommandeure mit uns aushalten". Herbst reicherte seinen Rückblick ausführlich mit Erfahrungen an, zeigte Lösungen bei Problemen auf und stellte klar, wie vielfältig das Betreuungsangebot war. Zudem sei bei vielen Veranstaltungen für soziale Zwecke geworben und um Spenden gebeten worden: "Über die Jahre konnten wir rund 30000 Mark an die verschiedensten Institutionen übergeben." Kinderspielplätze in Leck und Stadum profitierten beispielsweise davon, das Soldatenhilfswerk, das therapeutische Reiten in Leck und viele mehr.

 

Gratulationen und Geschenke prägten die Feier. Eberhard Rudy von der Traditionsgemeinschaft drückte seine Wertschätzung aus, Kreispräsident Albert Pahl versprach, dass sich die Kreispolitik für den Erhalt der Bundeswehr-Standorte in Nordfriesland einbringen werde, und auch die stellvertretende Bürgermeisterin von Leck, Ingrid Marcussen-Kressin machte deutlich: "Wir stehen vor, hinter und neben Ihnen und wünschen noch mindestens 20 Jahre Bestehen." 

 

Allen Rednern vorweg hatten Armin Weilemann sowie sein Vertreter, Stabsfeldwebel Michael Späth, eine Gratulation an eine andere Stelle geschickt: Gründungs- und Ehrenmitglied Adolf Hilger hatte an dem Tag, als die Vereinigung ins Leben gerufen wurde, seinen 30. Geburtstag bei der Versammlung verbracht - und konnte nun seinen 70. Jahrestag feiern.

©jok