01.01.2010 - Tinchen

Musikalischer Leckerbissen

„Jameson Coneheads“ brachte irisches Flair in die UHG Stadum  

 

Zahlreiche Mitglieder waren der Einladung zum Neujahrsempfang gefolgt, und so konnte Hauptfeldwebel Armin Weilemann, 1.Vorsitzender der Unteroffiziervereinigung Stadum, in einem gut gefüllten Unteroffizierheim seinen Jahresrückblick halten.

 

„Begeisternden irish Folk, den konnte man beim Konzert der „Jameson Coneheads“ (www.jameson-coneheads.de) in den Räumen der Unteroffiziervereinigung der General-Thomsen-Kaserne in Stadum genießen.
Die Truppe, die traditionellen Scottish and irish Folk vorträgt, hatte zum „privaten“ Konzert in die Kaserne eingeladen und 120 gespannte Zuhörer und Zuschauer waren dem „Ruf“ gefolgt.

Um das Lokalkolorit abzurunden, war der Saal mit Fahnen aus der Region geschmückt und neben einer kräftigen Gulaschsuppe stand irisches Kilkenny-Bier im Angebot. Zu den „Jameson coneheads“ gehören Thorsten Bodo Vollmer (Gitarre, Gesang, Drums), Hans-Dieter Kogel (Gitarre, Gesang),  Ingo Kubelke (Mandoline, Banjo und Snare Drum) und Piper Reed (Jörg Bernkopf, verschiedene Pipes, Geige, Drums) – den meisten bereits gut bekannt.

 


Anders als bei großen Konzerten kann man mit den Bandmitgliedern schon vor dem Konzert auf Tuchfühlung gehen, was dem Konzert ein fast familiären Charakter verleiht.  nach Abstimmung der Instrumente und Technik präsentierte die Band gekonnt große Teile ihres breit gefächerten Repertoires schottischen und irischen Liedguts. Der Inhalt und die innewohnende Geschichte jedes Stückes wurde von „Hansi“ Kogel in humorvoller Art und Weise erläutert. „So kann es sich zum Beispiel für Reisende als ganz wertvoll erweisen, nicht beliebige irische Lieder in nordirland oder england vor Publikum vorzutragen. Könnte doch sein, dass man in Unkenntnis ein Lied singt, das thematisch den Widerstand gegen die  engländer auf nicht „gentleman-like“ Art und Weise aufgreift“, weiß Kogel zu berichten. „Das käme aus verständlichen Gründen nicht so gut an“ fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu.


Die traditionelle Folkmusik, die schon sehr alt ist und zumeist aus dem keltischen Bereich stammt, handelt irgendwie immer von Liebe, schönen Frauen, glücklichen oder glücklosen Seefahrern, tapferen und manchmal im Kampf gegen die englische Herrschaft unterlegenen Soldaten, oder dem ausgiebigen Genuss alkoholischer Getränke, meist sogar aus einer beliebigen Kombination dieser Themen.


Neben rein instrumentalen Liedern, die vom großen „handwerklichen“ Können der Musiker zeugten, wurde der stimmliche Anteil der Band durch die markanten Stimmen von Hans und Bodo geprägt. Da die Refrains der Lieder verteilt wurden, konnten auch die Konzertbesucher kräftig mit einstimmen. Die Begeisterung war groß, steigerte sich von Stück zu Stück und zog auch diejenigen in ihren Bann, die mit dieser Art der „Volksmusik“ bis dato nicht so recht etwas anfangen konnten.


Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt dann beim Klassiker „Whisky in the Jar“, ein Song, der immerhin schon 6000 Mal „gecovert“ wurde und nicht, wie viele glauben, ursprünglich von Thin Lizzy oder Metallica stammt. So war es nach zweieinhalb  Stunden kein Wunder, dass die Band nicht ohne Zugaben den Platz verlassen durfte.

Zu diesem Zeitpunkt trafen einige Niederländer ein, für die die FlaRakGrp 25 bei ihrer Übung in Norddeutschland als Host nation fungiert hatte. Da sie übungsbedingt nicht früher kommen konnten, wurden extra für sie noch einmal die instrumente in Gang gesetzt und aufgespielt.


Es war ein schöner Abend und sicherlich nicht das letzte Mal, dass wir von dieser jungen, aufstrebenden Band gehört haben.
Danke für einen schönen Abend, das Kommen hat sich gelohnt!

©Tinchen

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